von Team bfzs » 29. Aug 2009, 23:28
Verfasst am: 22.03.2007, 23:48 Schoch Barbara, Chance21 Kriens
Wie viel darf eine Fahrt mit dem Rollstuhltaxi kosten ?
[x] 1 x ÖV ,
Begründung: Ich erwarte von unserer Gesellschaft, dass gewisse – vor allem benachteiligte - Menschen einen Solidaritätsbeitrag empfangen dürfen. Dies soll besonders für Menschen mit Behinderung gelten, da sie für ihre Lebensbewältigung ständig für alltägliche Dinge grossen Aufwand und Krafteinsatz benötigen. Sie haben ohnehin um vieles, was uns leicht fällt, zu kämpfen. Solche Solidaritätsbeiträge der Bessergestellten gegenüber den Benachteiligten oder Bonus für gewisse Gruppen existieren bereits heute schon. Z.B.:
- Kinder bis zu 6 Jahren fahren gratis
- Mitgeführte Hunde zahlen eine reduzierte Taxe
- Militärangehörige erhalten Ermässigungen oder Gratisfahrten
- National- und Ständeräte erhalten das GA
- Etc.
Es ist höchste Zeit, dass die verantwortlichen Regierungs- und Grossräte sich einsetzen für ganz normale Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung. Sie gehören auch zu unserer Gesellschaft, bezahlen Steuern und bedürfen des Schutzes und unserer Solidarität.
Wie sollen die Behindertenfahrdienste bis zur Umsetzungen des neuen kantonalen Behindertentransport-Leitbildes bis 2009 überleben ?
[x] Damit auch Behinderte zum ÖV-Tarif fahren können, wird auf den Billetten ein Solidaritätsaufschlag von max 5 Rappen erhoben.
Finde ich eine sehr gute Idee und unterstütze ich vollumfänglich.
[x] Mitfinanzierung der Behindertenfahrdienste via Verband öffentlicher Verkehrsmittel. Damit wären die Stadt, die Gemeinden und der Kanton eingebunden.
Ich fände es gut, wenn das Rollstuhltaxi im Verband öffentlicher Verkehrsmittel integriert wäre und die angeschlossenen Gemeinden sowie der Kanton dafür aufkommen müssten. Das Rollstuhltaxi darf nicht einfach privaten Organisationen überlassen werden.
Wenn ein neues Quartier gebaut wird, fordern die Bewohner die Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Gemeinde ist in der Regel bemüht, dieser Forderung nachzukommen. In den Quartieren wohnen Menschen, die sowohl die Möglichkeit hätten, mit dem Auto, per Velo oder zu Fuss den Weg zu bestreiten. Für diese Menschen wird ein Bus-Angebot geschaffen. Und für Menschen mit Behinderung? Auch sie zahlen Steuern und haben das Recht auf eine ihrer Behinderung angepassten Mobilität für das Einkaufen, Sozialkontakt, Arbeit und Freizeit. Diese Mobiltät darf auf keinen Fall mehr kosten als die normale öV-Preise.
Ich danke Ihnen für Ihr grosses Engagement für dieses wichtige Anliegen.
Mit freundlichen Grüssen
Barbara Schoch